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Erektile Disruption – Transmedia vom Fernsehen in die Köpfe

Der 21. November steht im Planet M, dem futuristischen Bertelsmann-UFO zur Expo 2000 in Hannover, im Zeichen der #Disruptive(n) Innovation. Und kommt dabei aus, ohne allzu viel zerstörerisches Potenzial zu entfalten. Für mich als neuwaerts Bewegtbildbeauftragter besonders spannend : Ein transmedial erzählter Krimi des ZDF. Kann das gut gehen? 

Die Liste der Redner wirkt illuster. Jede Mediengattung scheint vertreten. Für das Leitmedium Fernsehen vor Ort die Experimentier- und Hexenküche der UFA: Das UFA Lab. In seinem Vortrag „Disruptive Ansätze aus dem digitalen Medienlabor“ gab Daniel Brückner einen Blick hinter die Kulissen des disruptiven Schaffens der Vorzeigefilmschmiede. Erhellendes wurde, wie bei allen Beiträgen der Konferenz, stark rationiert, war aber auch nicht anders zu erwarten. Während die Schlacht auf YouTube geschlagen scheint – okay, sie machen Videos mit sechsstelligen Klickzahlen, aber vielmehr als den erfolgreichen YouTubern hinterherlaufen passiert grade auch nicht. Ist aber immerhin besser als RTL, die laut Brückner „Online noch nicht verstanden haben“. Der weitaus spannendere Part des Vortrages war über das Projekt Dina Foxx.

KENNEN SIE DINA FOXX?

Auch wenn es der Name nahe legen könnte, es ist keine Actrice der erwachsenen Unterhaltung, sondern das transmediale Vorzeigeprodukt des ZDF, ausgebrütet von ZDF, UFA Fiction und dem UFA LAB. Nach 2011 durfte die Gute dieses Jahr mal wieder ermitteln. Anders als bei einem klassischen Krimi folgen wir der Heldin Dina Foxx nicht nur passiv am Fernsehbildschirm, sondern tauchen dank Medien-Mix noch stärker in das Geschehen ein, oder werden sogar selber tätig. Dina Foxx hat eine transmediale Erzählweise. Eines der Wörter mit denen man in Zukunft beim Storytelling Bullshit Bingo sichere Punkte einfahren kann.

[Exkurs: Transmedia bezeichnet dabei eigentlich nur den Gedanken, dass sich eine Geschichte über verschiedene Medien entfaltet. Dabei macht man sich die Stärken der unterschiedlichen Kanäle zunutze, um seinen Inhalt am besten zu vermitteln. Der Rezipient hat verschiedene Möglichkeiten in die Geschichte einzusteigen, und sich zu involvieren.]

Im Falle von Dina bedeutet das neben zwei Fernsehfilmen (welche beide im ZDF einen der begehrten Sendeplätze um Mitternacht erhielten), die den Fall größtenteils aufklären, sieben Webisodes in denen der Zuschauer weiter in die Geschichte eintauchen kann, ein Casual-Game für all jene die einen Storytelling Anreiz brauchen, um Candy Crush zu spielen und eine Art Point’n’Click Adventure bei der man virtuell eigene Ermittlungen anstellt. Finden kann man alle Angebote auf der eigenen Landing Page.

Dina Foxx 2 – Biobrick-Spiel, Serie und Ermittlung   ZDF

Startseite des transmedialen Krimi Dina Foxx. Der User hat verschiedene Möglichkeiten die Geschichte weiter zu spinnen.

Auch wenn ich persönlich die Maßnahmen für zu wenig verwoben halte und mir etwas organischere Narationselemente gewünscht hätte, ist es doch gut zu sehen, dass das sonst schnarchige ZDF etwas Experimentierfreude entwickelt . Dennoch wirkte die Arte-Produktion about:kate kompletter, in der die Hauptfigur mit eigenen Social Media Präsenzen zum Leben erweckt wird und eine App den Zuschauer zusätzlich Echtzeit mit Informationen versorgt.

Was hat das mit Unternehmensmarketing zu tun?

Erst einmal ist das Prinzip nicht neu, dennoch lässt sich Transmedia in seiner konsequenten Verzahnung aller kommunikativen Maßnahmen als Weiterentwicklung zu Crossmedia, integrierter Kommunikation und Konsorten sehen. Es ist eine weitere Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen. Ihre Geschichte. Dabei sind transmediale Inhalte durch ihre höhere Komplexität gut dazu geeignet eine Unterhaltung anzuregen und so eine Community aufzubauen, die sich austauscht. Dadurch, dass man sich auf eine Geschichte beschränkt, steigt auch die Wiedererkennbarkeit. Die Botschaft wird klarer. Zudem sollten die sich verändernden Sehgewohnheiten nicht unterschätzt werden. Jede Botschaft, egal ob sie unterhalten oder informieren soll, darf nämlich eines nicht: Langweilen.

Veröffentlicht von

Texter und Konzeptioner bei neuwaerts. Lebt als Digitalnomade auf verschiedenen Blogs, facebook, twitter, google+, vine, pinterest und Myspace (*hust).

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