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Online Video kommt…jetzt aber wirklich

Richten wir unseren Blick einmal in die Glaskugel, denn die hat, zumindest in manchen Altersklassen, immer noch eine höhere Zuschauerschaft als Bewegtbild im Netz. Doch wie so oft in den letzten Jahren legen einige aktuelle Studien anderes nahe. Mit Blick auf die ARD- / ZDF-Onlinestudie und die BITKOM Studie Videostreaming wollen wir uns den Paradigmenwechsel einreden. Eine Autosuggestion.

Seit 1997 ist die ARD- /ZDF-Onlinestudie ein fester Begleiter, wenn es darum geht das umtriebige Verhalten der deutschen Onliner in feste Zahlen zu verwandeln. Die freudige Neuigkeit zuerst: schon wieder gewachsen! Diesmal auf stattliche 79,1 % der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung. Oder mit anderen Worten: 55,6 Millionen Menschen ab 14 Jahren sind in Deutschland, zumindest gelegentlich, online. Das ist abermals ein Wachstum von fast zwei Prozent. Während bei den 14- bis 39-Jährigen fast keine Wachstumsraten mehr zu erwarten sind, kletterte die Internetnutzung der 50- bis 59-Jährigen in drei Jahren um 13 Prozentpunkte auf stattliche 82%. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass das meiste Wachstum im Segment der über 60-Jährigen geschieht (Quelle). Hier ist bislang nicht mal jeder Zweite im Netz. Und was machen all diese Menschen im Netz? E-Mails checken, Facebookstatus updaten, Suchmaschinen fragen, Informationen abrufen und Videos anschauen. Die Kondolenzanzeige für das textlastige Internet wird sicherlich noch einige Zeit in der Schublade verstauben, aber in punkto Bewegtbild passiert was. Das liegt sicherlich an der Weiterentwicklung von Technik, auf der Anwenderseite steigt das Angebot an internetfähigen Fernsehern bei gleichzeitig sinkenden Preisen, während auf Anbieterseite die Verbreitungswege leistungsfähiger werden. Beliebteste Form sich laufende Bilder im Netz anzusehen bleiben die Videoportale. Die wöchentliche Nutzung von YouTube & Co. liegt bei der deutschen Internetbevölkerung seit einiger Zeit konstant über 30%. Bei den 14 – 29 Jährigen schauen sogar zwei Drittel in die „Röhre“ .
Infografik: Diese Online-Videoangebote nutzen die Deutschen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
An Auswahl mangelt es den Rezipienten nicht, der Web-TV-Monitor 2012 zählte 1424 Angebote für Bewegtbilder. Ebenfalls erhoben wurden die Nutzungsmotive für Videoportale. Dabei zeigte sich, dass besonders die Items „Ich finde was ich suche“, „nützliche Dinge für den Alltag“, „dient zum Entspannen“ und „finde meinen Humor“ hohe Werte liefern. Besonders in der Altersgruppe 14- 29 Jahre zeigen sich auffällige Unterschiede gegenüber dem Fernsehen. In diesem Alterssegment stieg nach Selbsteinschätzung auch die Zahl derer, die dank Videoportalen innerhalb eines Jahres weniger fernsahen, um 10 Prozentpunkte. Bedeutet dies die schleichende Ablösung von Fernsehen durch Videoportale? Nein, denn weiterhin gilt: Fernsehen ist Leitmedium. So stehen, selbst bei der internetaffinen Gruppe der unter 30-Jährigen, 164 Minuten Fernsehnutzung, 29 Minuten Online-Video Konsum gegenüber (Quelle). Doch die Tendenz geht nach oben.

Auch der Blick über den Atlantik sagt, dass sich die tägliche Nutzung von Digital Video in den letzten zwei Jahren verdoppelt hat. Und das in fast allen Altersstufen. Ein weiterer Schritt in Richtung digitales Lagerfeuer ist auch an der Streaming-Front zu verzeichnen. Der Abruf von Videodateien, ohne das vorherige Speichern der Datei auf der Festplatte, ist im Vormarsch. Die Bitkomstudie Videostreaming legt nahe, dass über 73% der deutschsprachigen Internetnutzer Streaming nutzen. Das wäre circa jeder zweite Bundesbürger. Streaming ist in allen Altersklassen beliebt: 87% der 14-29-Jährigen nutzen es. Durchaus interessant: Jeder Dritte ab 65 Jahren hat schonmal auf einen Videostream zurückgegriffen. Der Markt an Video-on-Demand Anbietern war hart umkämpft. Jeder Fünfte (19%) hat schonmal auf die Dienste eines VoD-Unternehmens zurückgegriffen, und hat durch den Einstieg von Branchenprimus Netflix an Brisanz gewonnen. Was sind aber die Auswirkungen auf die Markenkommunikation? Film wird auch für die Markenkommunikation im Netz immer wichtiger. Der State of the Video Industry 2014 verzeichnet eine Zunahme der Spendings für Digital Video von den Agenturen um 42%. Hauptsächlich auf Kosten von Fernseh-/ und Display-Werbung.

Man muss sich nicht der Vorstellung hingeben, dass nur weil man einen Werbe-, Schulungs-, oder Imagefilm auf eine Videoplattform eingestellt hat, der Abverkauf seines Produkts automatisch nach oben schnellt. Immerhin werden bei YouTube pro Minute 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Aber ähnlich wie man sich einst in antiker Zeit die Frage gestellt hat, ob man für sein Unternehmen eine Webseite macht oder den neumodischen Schnickschnack ignoriert, wird heute eine Frage immer drängender:

„Wie ist die Bewegtbildstrategie für mein Unternehmen“?

Veröffentlicht von

Texter und Konzeptioner bei neuwaerts. Lebt als Digitalnomade auf verschiedenen Blogs, facebook, twitter, google+, vine, pinterest und Myspace (*hust).

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