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Wir waren beim Barcamp – aber was ist eigentlich ein Barcamp?

Schon mal auf einem Barcamp gewesen? Bar… was? Ein Barcamp bezeichnet man auch als Unkonferenz, bei der die Teilnehmer selbst verantwortlich für die Inhalte sind. Neugierig?

Und was hast Du so am Wochenende gemacht?

Ich war auf einer Veranstaltung bei der man sich offen mit allen Teilnehmern auf Augenhöhe austauschen konnte und bei der die Teilnehmer ganz selbstverständlich ihr Wissen geteilt haben.

Echt? Hattest Du da die Chance, die ganzen Speaker zu treffen oder wie hast Du das gemacht?

Nein, die Speaker waren die Teilnehmer und deswegen konnte man sich mit allen über alle möglichen Themen austauschen, diskutieren, zusammen an Lösungen arbeiten oder einfach nur neue Impulse zu Themen bekommen, die man noch nicht kannte.

So etwas gibt es? Das ist dann bestimmt eine sehr teure Konferenz gewesen.

Eigentlich nicht. Ich war auf einem Barcamp und in der Regel sind diese kostenlos oder der Veranstalter erhebt einen minimalen Beitrag um zumindest einen Teil der Kosten zu decken.

Ähm, Du warst auf einem Barcamp? Was ist denn bitte ein Barcamp?

Was ist ein Barcamp

So oder so ähnlich laufen in der Regel die Gespräche mit Freunden oder Bekannten, denen man versucht zu erklären was man am Wochenende gemacht hat. Spätestens bei dem Wort Barcamp weiß der Gesprächspartner nicht mehr wovon wir sprechen. Dabei sind Barcamps ein tolles Format um sich über interessante Themen auszutauschen, Gespräche auf Augenhöhe zu führen und neue Menschen kennenzulernen.

Das Barcamp Format findet bereits seit 2006 im deutschsprachigen Raum statt. Entstanden ist das ganze als Gegenformat zum FooCamp. Das FooCamp wurde von Tim O’Reilly initiiert, wobei das Foo für Friends of O’Reilly steht. Bei diesem Camp konnte man nur teilnehmen, wenn man von O’Reilly eingeladen wurde und da das ganze mit Übernachtung (Camping) war, ist der Name FooCamp entstanden. Bei einem Barcamp kann man auch ohne Einladung teilnehmen.

Ein Barcamp wird teilweise auch als Unkonferenz bezeichnet, da es eine offene Tagung ist, bei der die Teilnehmer die Inhalte selbst gestalten.

Wie läuft ein Barcamp ab?

Barcamps finden in der Regel am Wochenende (Sa + So) bzw. am Freitag und Samstag statt. Je nach Barcamp ist die Teilnahme kostenlos oder mit einem geringen Unkostenbeitrag möglich. Das Einzige was man vorher tun muss, ist sich auf der dazugehörigen Seite / Community anmelden und für die Teilnahme eintragen. Bei den meisten Barcamps gibt es am Abend vor der Veranstaltung noch ein kleines Pre-Event, bei dem man in ungezwungener Runde schon mal die ersten Teilnehmer kennen lernen kann, bevor dann das Barcamp beginnt. Die Barcamptage beginnen mit den ersten Gesprächen bei Kaffee und Frühstück, bevor das Orga-Team dann die Teilnehmer begrüßt und ein paar Worte zu dem Ablauf und den Sponsoren verliert. Danach kommen dann die Teilnehmer an die Reihe, die sich kurz selbst vorstellen, indem sie ihren Namen und drei Hashtags (Schlagwörter) nennen, die gut zu der Person passen.

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So bekommen die anderen Teilnehmer schon mal einen guten Überblick wer an dem Barcamp teilnimmt und für welche Themen sich die Person interessiert. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde beginnt die Sessionplanung. Jeder Teilnehmer, der eine Session halten möchte geht dann nach vorne und stellt kurz das Thema vor. Aus dem Publikum gibt es dann eine kurze Rückmeldung für wen dies interessant wäre. Diese Rückmeldung benötigt man, damit man sich besser auf die unterschiedlich großen Räume aufteilen kann.

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Eine Session geht je nach Barcamp zwischen 30 bis 45 Minuten, damit hinterher noch etwas Zeit ist für Diskussionen bzw. den Wechsel in einen anderen Raum für die nächste Session. Für die Session selbst gibt es keine definierte Vorgehensweise. Es ist also vollkommen egal ob man einfach eine Gesprächsrunde macht, Folien vorbereitet hat oder mit FlipCharts oder sonstigem arbeitet. Ihr habt aber nichts vorbereitet? – Macht nichts, herzlich willkommen auf einem Barcamp. Dieses Format lebt von dem Austausch, von den Gesprächen untereinander und fast alle Sessions sind auch genau das – ein Austausch. Eine der wenigen Regeln für ein Barcamp lautet: DU bist das Barcamp

Nehmt also daran teil. Beteiligt euch an den Gesprächen. Wenn ihr einen Blog habt dann schreibt über das Barcamp und nennt auch die Sponsoren (denn nur wegen der Sponsoren kann ein Barcamp so günstig sein). Nutzt Twitter, Facebook oder sonstige Kanäle auf denen ihr unterwegs seid um über das Barcamp zu berichten. Helft mit! Unterstützt bei den Dingen die vor Ort anfallen – egal ob beim CheckIn oder hinterher beim aufräumen. Warum?

DU bist das Barcamp.

Jan Theofel erklärt das Format Barcamp:

Über was spricht man auf Barcamps?

Es gibt zwei Arten von Barcamps – zum Einen sind das ganz allgemeine Barcamps, die dann auch so heißen wie zum Beispiel: Barcamp Stuttgart, Barcamp Hannover, Barcamp Hamburg und es gibt Themencamps, die ihren Fokus auf einem bestimmten Thema haben. Hier gibt es zum Beispiel das Bleib Gesund Camp, PMCamp, KnowledgeCamp oder das yarncamp.

Bei den Barcamps dreht sich ganz weit gefasst alles um das Internet – aber eigentlich kann man seine Session zu jedem Thema seiner Wahl halten. Ich habe schon wirklich viele ungewöhnliche Sessions auf Barcamps gesehen: Wie braut man zu Hause Bier, eine Kaffee-Session, wie macht man Sketchnotes oder wie ist das Leben in einer Kommune. Sehr bunt gemischt aber auch sehr interessant. Natürlich gibt es auch immer viel Sessions zu den Themen Social Media, Projektmanagement, Programmiersprachen, usw.. Man tut sich einen Gefallen, wenn man vor allem in Sessions zu Themen geht von denen man nicht weiß was einen da erwartet. So bekommt man viele neue Impulse und kann sich bei Gefallen dann auch tiefergehend mit dem Thema beschäftigen. Einen guten Überblick über noch anstehende Barcamps findet man zum Beispiel auf der Barcamp Liste. Ihr seht also es gibt eine sehr bunte Mischung von stattfindenden Barcamps und dann gibt es auch noch das Summercamp.

Summercamp – das etwas andere Barcamp

Das Summercamp ist auf Grund der Initiative von Kai Thrun entstanden und fand am letzten Wochenende bereits zum dritten Mal in der Villa Ruhe in Alfeld an der Leine statt. Das Summercamp ist im Vergleich zu den anderen Barcamps ein sehr kleines aber feines Barcamp. Während normale Barcamps oft über 100 Teilnehmer haben, treffen sich in Alfeld an der Leine „nur“ 30–40 Teilnehmer um sich in der idyllischen Villa Ruhe auszutauschen. Thematisch hatte das letzte Wochenende trotzdem viel zu bieten.

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Auf Grund der kleineren Teilnehmerzahl entwickelt sich hier natürlich eine ganz andere Gruppendynamik. Man wechselt nicht so viel die Räume und für das Kennenlernen der einzelnen Teilnehmer bleibt auch viel mehr Zeit.

Fazit

Ich persönlich halte das Format Barcamp für eines der besten Formate um sich unkompliziert mit Menschen auf Augenhöhe auszutauschen, Wissen zu teilen und neue Menschen kennenzulernen. Ich kenne auch niemanden, den ich mal mit zu einem Barcamp genommen habe und der nicht mindestens ein zweites Mal zu einem weiteren Barcamp gegangen ist.

Wart ihr schon mal auf einem Barcamp oder habt ihr Erfahrungen mit anderen Formaten gemacht? Schreibt es uns doch in die Kommentare und wir stellen euch auch die anderen Formate vor. Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Veröffentlicht von

www.neuwaerts.de

Stephan Röbbeln liebt und lebt digital. Seine absolute Leidenschaft ist Social Media in all ihren Facetten. Er gehört zur Generation X, ist aber durch und durch ein Digital Native. Ob online in den verschiedenen Netzwerken oder offline auf Konferenzen und Barcamps - das Digitale und Social Media ist ein Teil von ihm. Stephan ist studierter Wirtschaftsinformatiker und hat für Galileo Press das Buch "Social Media im Unternehmen" veröffentlicht. Sein Wissen in diesem Bereich teilt er nicht nur auf Veranstaltungen oder in diesem Blog, sondern auch als Dozent an der Hochschule der populären Künste in Berlin. Bei neuwaerts ist er als Berater / Projektmanager immer ganz nah an unseren Kunden und begleitet Sie beim Umsetzen der Ideen und Projekte. Auch das Thema Social Media bei neuwaerts spielt für ihn eine große Rolle.

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