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5 aktuelle Studien zur Digitalen Transformation: Raupe oder Schmetterling? – Ein Status Quo der deutschen Wirtschaft

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„Was brauchen Deutschlands Unternehmen für mehr Zukunftsfähigkeit in Zeiten des digitalen Wandels?“

Diese Frage stellt sich momentan vermutlich ein Großteil der deutschen Unternehmen. Denn kaum ein Thema ist momentan so präsent wie die Digitalisierung. Als Auslöser für gravierende Veränderungsprozesse, wird sich die Geschäftswelt durch die Digitalisierung branchenübergreifend verändern. Einen Einblick in den bisherigen Umgang deutscher Unternehmen mit der Digitalen Transformation und den dabei entstehenden Herausforderungen gibt die folgende Studienübersicht.

Digital Transformation Report 2015:
(verantwortlich: neuland & Wirtschaftswoche)

neuland und Wirtschaftswoche stellen in ihrem Report das Digital Maturity Modell vor und verleihen den Digital Transformation Award (DTA) für herausragende Digital-Projekte. Das Digital Maturity Modell besteht insgesamt aus 8 Dimensionen (bspw. Strategy, Culture, Products, etc.). Für jede Dimension wird der Reifegrad des Unternehmens bestimmt (5 Stufen). Abschließend werden die 8 Dimensionen mit ihrem jeweiligen Reifegrad zusammengeführt und ergeben das Digital Maturity Modell. Dieses Modell bildet die Entscheidungsgrundlage für den DTA, für den sich im Jahr 2015 mehr als 45 Unternehmen beworben haben.
Die Award-Kategorien und die jeweiligen, diesjährigen Sieger-Projekte sind:

  • Business & Strategie: hager Group mit „Tool Management 4.0“ – Automatisierung der Werkzeugverwaltung mit „Internet der Dinge“-Kommunikation
  • Produkt & Service: dpd mit „Predict“ – Echtzeitinformationen bei der Paketzustellung
  • Unternehmenskultur: Audi mit „Enterprise 2.0“ – 5 eigene Social Media-Plattformen für die interne Kommunikation.

Die Digitale Transformation der Industrie:
(verantwortlich: BDI)

Der BDI hat mehr als 300 Top-Entscheider deutscher Unternehmen, darunter DAX-Unternehmen und führende Mittelständler interviewt, um den Gesamteffekt der Digitalisierung auf die deutsche und europäische Wirtschaft zu messen. Den Ergebnissen zufolge bedeutet eine erfolgreiche Digitalisierung großes zusätzliches Wertschöpfungs-potenzial. Gelingt die Digitalisierung nicht, droht das Pendel ähnlich stark in die andere Richtung auszuschlagen. Die folgenden 3 zentralen Handlungsfelder sollen den Erfolg sicherstellen:

  • Digitale Reife: Sensibilisierung und Aktivierung von Unternehmen hat höchste Priorität – nur 55% der Unternehmen haben sich bisher mit der digitalen Transformation auseinandergesetzt.
  • Gemeinsame Standards: branchen- und länderübergreifend (Europa)
  • Leistungsfähige Infrastruktur: als GrundvoraussetzungZudem hat der BDI einen „Masterplan für die digitale Transformation“ formuliert:
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‚Masterplan Digitale Transformation‘

Jeder Schritt beinhaltet mehrere Fragestellungen, die im Ergebnis dazu führen, dass das Unternehmen …

  1. eintretende Veränderung aufgezeigt,
  2. Umsetzungs– und Kompetenzlücken bestimmt,
  3. eine Roadmap für digitale Transformation entwickelt hat …

… und fit für die Digitale Transformation ist. Ob das so einfach ist?

Mittelstandspanel – Die Digitalisierung im Mittelstand:
(verantwortlich: BDI | Price Waterhouse Coopers)

Das Mittelstandspanel des BDI & PwC erscheint seit 10 Jahren halbjährlich und behandelt aktuelle Fragestellungen mit dem Ziel der strategischen Unterstützung des Mittelstands. In der Ausgabe 1//2015 steht das Thema „Digitalisierung des industriellen Mittelstands“ im Vordergrund, zu dem 914 deutsche Industrieunternehmen befragt wurden. 3 von 10 Unternehmen gaben dabei an (sehr) hoch digitalisiert zu sein. Dem gegenüber stehen 27% mit (sehr) geringem Digitalisierungsgrad.

Die Top 3 Ziele // Herausforderungen der Unternehmen:

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Fast die Hälfte der Unternehmen (45%) gab zudem fehlendes Know-How der Mitarbeiter als Herausforderung an.

Wirtschaft 4.0: Große Chance, viel zu tun:
(verantwortlich: DIHK)

Die DIHK hat im Jahr 2014 1.849 Unternehmen aus verschiedenen Branchen zur Digitalisierung befragt und die Ergebnisse im sogenannten ‚IHK-Unternehmensbarometer zur Digitalisierung‘ veröffentlicht. Die Ergebnisse der Studie belegen ebenfalls, dass deutsche Unternehmen die hohe Bedeutung der Digitalisierung erkannt haben (94%). 1/3 der Unternehmen gibt einen positiven Einfluss der Digitalisierung auf die Umsatzzahlen an. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an Informationen (88%), Investitionen (82%) sowie an Schulungsmaßnahmen (80%) bei einem Großteil der Unternehmen zu. Die größte Herausforderung stellt die IT-Sicherheit dar (59%), bzgl. der der Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiter folglich am größten ist (61%).

TRANSFORMATIONSWERK Report 2016
(verantwortlich: neuwaerts)

Der TRANSFORMATIONSWERK Report 2016 betrachtet die Digitale Transformation aus einer ganz neuen Perspektive – erstmals aus der Perspektive der Mitarbeiter. Die interne Vernetzung zwischen den Abteilungen – oft als aufgebrochene Unternehmenssilos verbildlicht – steht im Fokus der Studie. Die Umfrage orientiert sich im Aufbau an den 8 Dimensionen des Digital Leadership Modells von Willms Buhse.

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Die Dimensionen werden dabei aus 3 verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:

  1. Einschätzung des Unternehmens aus Abteilungssicht
  2. (Selbst-) Einschätzung der eigenen Abteilung
  3. (Fremd-) Einschätzung der anderen Abteilungen

Ziel der Studie ist es abteilungs- und branchenübergreifende Bedarfe und Herausforderungen der digitalen Transformation deutscher Unternehmen zu identifizieren – genau da, wo sie entstehen.

Wenn auch Sie Ihre Einschätzungen und Erfahrungen in der Studie abgeben möchte, können Sie das unter folgendem Link tun:

https://de.surveymonkey.com/r/blgtwr2016

Die Ergebnisse der Studie werden diesen Sommer im TRANSFORMATIONSWERK Report 2016 veröffentlicht, inklusive einer Einschätzungen & Statements von „führenden Köpfen der Deutschen Transformationsindustrie“.

Sie kennen weitere aktuell laufende oder bereits veröffentlichte Studien zur digitalen Transformation? Dann freuen wir uns über Hinweise in den Kommentaren.

Autor: Dennis Wypior
www.neuwaerts.de
Dennis Wypior hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist Praktikant bei neuwaerts.

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