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Die Rückeroberung öffentlicher Plätze! Ein Projekt aus Hannover macht´s möglich.

Ein Void – auf Deutsch: Leere, eine Lücke, nichts. Viele Hannoveraner kennen sie als freistehende Flächen in der Stadt, die unbebaut, verwildert oder vermüllt sind. Manche würden dazu Schandfleck sagen, andere werden durch diese Areale kreativ angeregt.


Andreas-Hermes-Platz in der Oststadt. Foto: sro

Eine Gruppe von Architekturstudenten der Leibniz Universität Hannover hat sich vorgenommen, diese Flächen kartographisch aufzuzeichnen und zu dokumentieren. „Trotz Wachstum in den Städten haben wir immer noch freie Flächen“, sagt Anna Finn von Hannover Voids. Seit etwa einem Jahr besichtigen sie gemeinsam die aufgezeichneten Stellen vor Ort. Bisher hat die Gruppe 89 Areale online bekannt gegeben. Oft haben diese Flächen einen Eigentümer, aber in vielen Fällen sind es öffentliche Grundstücke, die sich langsam getarnt haben und mit den Jahren in Vergessenheit geraten sind. „Wenn eine Fläche Potential hat, machen wir eine Aktion draus“, erklärt Finn.


Anna Finn, seit Oktober 2017 bei Hannover Voids. Foto: sro

Void Nummer 080 ist der Andreas-Hermes-Platz in der Oststadt, zwischen Berliner Allee und Pavillion. Anwohner haben sich mehrmals über Trinker beschwert, die sich auf dem Platz treffen – oft kommt es dort zu Prügeleien oder lautstarken Auseinandersetzungen. Vor allem Lärm und viel Müll charakterisieren diesen Ort. Das sieht auch Finn so: „Trotz seiner zentralen Lage wirkt er oft verlassen und stark untergenutzt“. Die Voids-Gruppe hat einen konkreten Gestaltungsvorschlag, um diesen innerstädtischen Platz zur grünen Erholung zu nutzen. Sie nennt es „High Line Park“: Eine kreisförmige Rampe aus Holz, die nach oben ragt und mit einer begrünten Dachlandschaft Schall- und Sichtschutz zugleich bietet. Die Mitglieder der Gruppe suchen aber nicht immer nach konkreten Lösungen für solche Orte, sondern sehen sich vielmehr als Vermittler, die Bewusstsein für diese Flächen schaffen.


Der „High Line Park“, ein Gestaltungsvorschlag der Voids-Gruppe. Quelle: Hannover Voids

Wenn Anwohner kein Medium haben, um ihre Gedanken zu kanalisieren, kommt Hannover Voids als Anlauf- und Informationsstelle ins Spiel. Die Aktionen, eine Mischung aus Kunst und Information, stoßen die Beteiligung in der Nachbarschaft an – damit geben sie den Anwohnern eine Möglichkeit zur Ideenfindung und Mitgestaltung. Noch in diesem Jahr will die Gruppe ein Verein werden, die jeweiligen Anträge haben sie schon gestellt. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt!

Hannover Voids trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat, um 18 Uhr, auf einem unterschiedlichen Void. Bei Interesse erreichst du sie per E-Mail unter info@hannover-voids.de oder auf Facebook.


Eine Sammlung von Voids. Quelle: Hannover Voids

Welche Voids kennt ihr? Welche regen euch zu Gestaltungsideen an? Erzählt uns davon!

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