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Linden bekommt einen neuen Baustein … aus Lego! Wie die Steinchenbrüder einen Laden ohne Anleitung aufgebaut haben


Steinchenbrüder-Geschäft in Linden. Foto: sro

Bekommt ein Kind ein Lego-Set geschenkt, will es zunächst die Burg, das Haus oder Schiff nach Anleitung bauen. Haben sich mehrere Sets angesammelt, entstehen phantasievolle Welten, die Kinder stundenlang beschäftigen können.

Bei den Brüdern Alexander und Tim Kratzsch war es während der Kindheit nicht anders. Obwohl sie sieben Jahre auseinander auf die Welt kamen, hieß der gemeinsame Nenner Lego. Zu Weihnachten gehörte es dazu, „dass eines der Pakete geraschelt hat“, erzählt Alexander Kratzsch, Mitgründer von Steinchenbrüder.

Mit der Zeit kamen einige Steine zusammen, später zogen beide von zu Hause aus. Einige Jahre danach fragten sich die Brüder: „Was machen wir mit unserem Lego?“. Zunächst sollte ein Raum entstehen um die eigenen Modelle zu präsentieren. Doch Feuerwehr, Polizei, Piraten, Ritterburg, Raumfahrer waren kreuz und quer gemischt. Das überflüssige Lego sollte zunächst verkauft werden, um das Hobby zu finanzieren.


Tim und Alexander Kratzsch (v. Links). Foto: sro

„Steinchenbrüder war nie als Geschäftsmodell gedacht“, erzählt Tim. Es sei viel mehr eine Antwort auf die Frage gewesen: „wie finanzieren wir unser Hobby?“

Für seine Projekte in der Immobilienwirtschaft begann Tim Kratzsch 3D Grundrisse in Lego-Modelle umzusetzen – aus dem Hobby entstand eine Geschäftsidee. Um die Steine für den Modellbau schneller zu finden, sortierten und katalogisierten die Brüder den Bestand und zählten mehr als 20 000 Steine. Als sie einige davon Online schalteten, war die Resonanz groß.

„Die Entwicklung überrascht uns bis heute noch“ – Tim Kratzsch.


Zwei Hingucker: Die Kröpcke Uhr und die drei warmen Brüder als Lego Variante. Fotos: sro

Lokaler Handel, Katalog oder Großhandel?

Vor zwei Jahren sind die Brüder mit ihrem Laden nach Linden gezogen. Dort bieten sie unsortierte Lego-Steine, Einzelsteine, Figuren, Modelle auf Anfrage, restaurierten Lego-Sets und Katalogware an. Zwei Wahrzeichen aus Hannover haben die Kratzsch bereits als Lego-Variante umgesetzt: die drei warmen Brüder und die Kröpcke Uhr.

Weltweit gibt es nur 305 anerkannte Lego User Groups (LUG)– eine davon organisieren die Steinchenbrüder in Hannover. Im „Fan-Verein“ tauschen die Mitglieder Lego-Wissen aus, bauen gemeinsam große Modelle oder besuchen Messen in anderen Städten.
Eines der „größeren Bausteine“ ist im nächsten Jahr der eigene Webshop, erzählt Alexander. In Zukunft wollen sie unter den zehn größten Einzelsteinhändlern in Deutschland sein: „Wer sich mit Lego beschäftigt, soll auch Steinchenbrüder kennen“.

LUG Treffen

Die LUG-Treffen finden jeden ersten Dienstag im Monat ab 18.30 Uhr, Davenstedter Str. 39, statt. Es gibt keine Alterseinschränkung – Kinder dürfen mit ihren Eltern teilnehmen. Wichtig für die Organisatoren ist eine aktive Beteiligung.


The chosen one? Foto: sro

Infos

Wie viele Steine gibt es im Laden?

• In Summe aktuell 1,8 Millionen gezählte Steine und noch einige ungezählte.
• 18 000 verschiedene Elemente bestehend aus Sets, Anleitungen, Figuren und Artikel wie Fenster oder Propeller.

Was bestimmt den Preis der einzelnen Steine?

• Der Preis basiert auf Angebot und Nachfrage: Je seltener ein Stein, umso teurer ist er. Fehl- oder Testpressungen sind besonders teuer.
• Der günstigste Stein kostet 2 Cent, der teuerste 44 Euro.

Foto: sro

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