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New Work, really?

Jörn Hutecker, Geschäftsführer neuwaerts

Mein (einer) Eindruck von der letzten Orgatec in Köln –

Ende letzten Jahres war ich mit/für einem Kunden auf der Orgatec in Köln – die internationale Leitmesse für moderne Arbeitswelten. Unser Ziel: Wir wollten uns noch mal ein paar Impulse für neue (Bank-)Filialtypen holen, die wir entwickelt haben.

Also schnell in den ICE und mit einem motivierten Projektteam ratzfatz in die Messehallen eingetaucht. Kurz vorher noch ein Termin mit dem Platzhirschen in Sachen Officemöbel vereinbart und los ging´s.

Die große Überschrift war culture@work – oder „Sinnstiftung trifft Akkustikmöbel“. Und nahezu jeder Möbler – auch wenn er vermeintlich nur die Armlehnen anbietet – hatte den Kick parat, mit dem sich das konservative Unternehmen flux zum coolen Workspace verwandeln lässt.

Mein Fazit für Schnell-Leser:

Büro wird Fitness-Studio, alles wird grüner/nachhaltiger – bepflanzte Wände noch und nöcher, haufenweise gläserne Kabinen, Cubes – scheint die neue Chiffre für New Work zu sein?! Dann alles, was die Baukastenlogik der Möblerindustrie rauf und runter möglich macht – vom Akustikmöbel bis zum Sitzwürfel und dem höhenverstellbaren Schlagmichtot.

Dann jede Menge Gesundheit – also weniger Fitness-Studio als Bälleparadies für Unternehmen, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement mal etwas pfiffiger in die Belegschaft bringen wollen, warum nicht!

In den zahlreichen Gesprächen habe ich mich gefragt, zu welchem frühen Zeitpunkt die Berater aus der Einrichtungsabteilung den Absprung genommen haben, weil sie am Ende nicht wirklich am Kern des Themas „Neue Arbeitswelt“ interessiert sind – und am Ende eben doch Akkustikmöbel, beschreibbare Wände oder Glasboxen verkaufen wollen – und das ist ja auch gut so.

Aber alle haben sie irgendwie betont, dass Psychologen involviert waren – also steckt doch mehr dahinter?

Was ich damit sagen will, ist also nicht (nur) billige Etikettenkritik, sondern vielmehr die blinde Projektion der Versäumnisse vieler Unternehmen, die hier nach schnellen Wahrheiten suchen, weil mal eben das Facility-Management mit dem nächsten Change-Prozess beauftragt worden ist. … finde den Fehler?!

Also auf den Punkt: Ganz viel Standards in netter Verpackung, wenig Revolution, Aufruhr und Attacke – vielmehr Konzepte, die am Ende auch nur ein Sales-Baukasten sind.

Das Konzept von New Work beschäftigt sich im Kern mit der philosophischen Frage nach der Freiheit des Menschen (siehe Prof. Dr. Frithjof Bergmann, Sozialphilosoph). Die Annahme: Nichts schien den Menschen unfreier zu machen als Arbeit, wie wir sie aus den tayloristisch geprägten Entscheidungspyramiden rückblickend kennen. 

Vielleicht sind keine Möbel ja die wahre Freiheit – aber gäbe es jemanden, der daran wirklich ein Interesse hätte – wer weiß? Zumindest würde man den Menschen wieder sehen inmitten der schnöseligen New Work-Maskerade.

Was ich aber toll fand: Mit Abstand die Jungs vom Projekt @PLANT10.1 – ein Zusammenschluss dreier Akteure: DETECON aus dem Bereich Consulting und ORANGE COUNCIL, die für Art + Communications stehen und dabei eng mit der Künstlergruppe FREETERS zusammenarbeiten. Durch das völlig neue Zusammenführen dieser Expertise-Felder entstehen ganz besondere, zukunftsweisende Arbeiten.

Da war mal eine Idee der Irritation, der Intervention, der Selbstironie und der Lust an der Unkonvention spürbar und sichtbar. Und am Ende auch ein interdisziplinäres Team, dass weiter springt, als alle anderen, die sich da gesehen habe. Das war pure Inspiration und die Reise wert!

Ein absolutes Highlight war auch das Kantinenessen und der Bon dazu … macht euch selbst eure Meinung dazu. Lag mir insgesamt schwer im Magen.

Ach witzig:

Unser Freund und Partner – Thomas Bach hatte im Vorfeld für die Firma Wilkhahn bei uns im Transformationswerk ein Fotoshooting gemacht – hier der Titel dazu …

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